Beim Lough-style fishing wird vom driftenden Boot aus, entweder mit einem Team von Nassfliegen oder mit natürlichen Insekten gefischt. Das Fischen mit Terrestrials (Landinsekten) wie Daddy-Long-legs ( Weberknecht) Maifliege oder Grashüpfer nennt man Dapping. Mit einer extra langen ( 15 ft) Stipprute und einer Blowline ( Windschnur) kann diese traditionelle Art zu fischen sehr erfolgreich sein. Wichtig ist für das Louhg-style fishing die richtige Drift, sie hängt von der geeigneten Windrichtung, der Windstärke und dem Instinkt des Ghillies ab. Dabei sollte besonders darauf geachtet werden, dass der Abstand zum Ufer nicht zu groß wird, weil gerade im etwas flacheren Wasser die Fangaussichten am besten sind. Hier schlüpfen die Insekten am ehesten, weil dort die Wassertemperatur schneller ansteigt. Auch die Fischbrut hält sich eher in diesen Regionen auf als im tieferen Wasser.
Die optimalen Bedingungen sind eher selten anzutreffen. Hierbei sollte dann außer der Windrichtung/Stärke auch die Bewölkung und der Wellengang stimmen. Wenn der Wind zu kalt aus Norden oder Osten kommt, ist das schon einmal schlecht. Auf der anderen Seite haben wir auch dann schon gut gefangen und bei optimalem Südwestwind keinen einzigen Biss gehabt. Ist der Wind sehr scharf, kann man einerseits kaum die Fliege werfen und wird andererseits zu schnell über die besten Fangplätze hinweggetrieben. Auch der Wellengang ist unter diesen Umständen meist zu flach, so dass die Fliege zu wenig Leben und Spiel bekommt. Bei einer Windflaute kann der See oft wie ein Spiegel daliegen. Wenn dann noch die Sonne scheint und kein Wölkchen am Himmel ist, macht man es sich am besten bequem, genießt die Sonne oder schleppt eine Runde. Sobald der Wind dann aber wieder aufkommt und sich das Wasser etwas riffelt, sollte man unbedingt die Trockenfliege probieren! Diese Übergänge haben mir in der Maifliegenzeit die größten Fische gebracht.
Bange Sekunden

Die Art wie eine brown trout die Fliege nimmt, ist ganz verschieden. Das reicht von gelassen- gemütlich bis hin zu energisch-aggressiv. Deshalb sollte man niemals anhauen! Beim Fischen mit der Trockenfliege gehe ich bis auf 0,16 mm Querschnitt runter. Wenn dann eine mehrpfündige Forelle die Fliege energisch nimmt, ist ein zügiges anheben der Rute oft schon zuviel. Manch einer sagt jetzt es wäre nicht möglich eine große, wilde brown trout so zu fangen, der täuscht sich. Fast nur so konnte ich meine Großen, um die fünf Pfund herum, überhaupt drankriegen! Das höchste ist es natürlich einen Fisch beim Steigen auszumachen und gezielt anzuwerfen. In 99 % dieser Fälle hat der Fisch die "richtig" angebotene Trockenfliege dann auch genommen. Diese Momente sind dann unvergesslich. Es gibt für mich keinen besseren Kämpfer als diese brown trout. Sie brauchen auch den Vergleich mit einem frisch aufgestiegenen coho (Silberlachs) aus Alaska nicht fürchten.

Erfolgreiche Nassfliegenmuster sind beispielsweise:

Watson`s Fancy
Black Penell
Sooty Olive
Green Peter
Murrough
Bumble
Gosling
Invictar
Bibio

etc. in Hakengröße 8 -14. Und dann natürlich die trockenen Mayfliegen wie beispielsweise Spent Gnat oder Gray Wulff!

Die Angelsaison auf brown trout ist vom 15. Februar bis 10 Oktober.
Die Saison auf Lachs geht vom 1. Februar bis 30. September.
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