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Ob ich mir einen Rückenköcher, Seitenköcher oder Bogenköcher zulege ist eine ganz persönliche Präferenz. Wer viele Pfeile verschießt sollte eine größere Menge Pfeile mit sich führen als jemand der mit drei Pfeilen auskommt. Das heißt jetzt nicht, dass alle die mit einem Rückenköcher herumlaufen schlechte Schützen sind. Wenn ich beispielsweise beim Roving mit verschiedenen Pfeilen ausgestattet durch den Wald streife dann macht es Sinn einen großzügigen Rückenköcher zu verwenden. Schieße ich dagegen im Training auf der Wiese oder in der Halle nur meine drei Pfeile, dann reicht natürlich ein Seitenköcher. Ich widerum bevorzuge beim 3D- Turnier einen Bogenköcher bei dem mir drei Pfeile und ein Ersatz völlig ausreichen. Da muß ich mich nicht verbiegen um an die Pfeile im Rückenköcher zu gelangen und bleibe im Gebüsch nicht mit dem Seitenköcher hängen. Jeder nach seiner Fasson.
Bogenköcher

Wem der Weg zum Schießplatz zu weit ist oder einfach zuhause etwas trainieren möchte der bastelt sich eine geeignete Schießscheibe oder kauft sich so etwas wie nebenstehend.
Scheibe zum ausstopfen
Checker und Nockpunktzangen
Das Tuning eines traditionellen Bogens ist denkbar einfach. Mit einem Checker prüfe ich die Standhöhe und den Nockpunkt der Sehne. Durch ein- oder ausdrehen der Sehne verändere ich die Standhöhe, d.h. den Abstand zwischen Sehne und Griffstück. Vergleichbar mit dem Stimmen eines Saiteninstrumentes. Eine niedere Standhöhe bewirkt einen schnelleren Pfeilflug, eine große SH einen ruhigeren Pfeilflug. Die korrekte Positionierung des Nockpunktes an der Sehne vermeidet ein "reiten" des Pfeiles.

Und damit die Sehne und damit auch er Bogen keinen Schaden nimmt, waxen wir die Sehne von Zeit zu Zeit.

" Wax and relax".
Bienenwax

Wem iese Maßnahme nicht sicher genug ist der kann sich auch eine Ersatzsehne zulegen. Es ist immer ein beruhigendes Gefühl wenn man zumindest auf das Material verlassen kann. Ob es jetzt eine einfache Endlossehne oder eine schöne traditionelle "flämish Style" Sehne ist, macht keinen Unterschied. Wichtig ist die Länge und Strangzahl. Die wenigsten schießen über 50 Pfund Zuggewicht, so dass eine 14 Strang- Sehne ausreicht. Achte auch darauf, nicht jeder Bogen ist Fastflight-tauglich! Dacron tut es sowieso in den meisten Fällen.

Es gibt fast nichts schöneres als die Lektüre eines guten Buches in einer gemütlichen Athmosphäre. Über das traditionelle Bogenschießen gibt es eine riesige Auswahl an guten Büchern und Zeitschriften.

Willkommen in der großen Familie der Abenteuerer, Träumer, Romantiker und Spinner, kurz "Traditionellen"!

Harald Höllrigl
Fachliteratur
Bogensport