In Mayo

Manchmal muss man schon tief in seine "Trickkiste" greifen, um die oft launischen, irischen Brown Trouts oder Salmon zum beißen zu bewegen.
Wichtig ist, dass man das richtige Fliegenmuster wählt und dann auch an diese Fliege glaubt! Das klingt jetzt vielleicht etwas abgehoben, stimmt aber tatsächlich. Wenn ich nämlich Vertrauen zu meiner Fliege habe, dann fische ich viel intensiver damit und fange dann auch entsprechend besser.

Im County Mayo hat die Fliegenfischerei eine uralte Tradition und nimmt hier einen ganz besonderen Stellenwert ein. Mir persönlich hat es das Fliegenfischen auf die wilde Brown Trout (Bachforelle) des Lough Conn angetan. Im Gegensatz zu den einheimischen Ghillies (Bootsmänner), fische ich nicht ausschließlich im traditional lough style, sondern wechsle sehr gerne zur Trockenfliege. Das traditionelle Angeln wird hier mit einem
Team von Nassfliegen (3 Fliegen am Vorfach) vom driftenden Boot aus praktiziert. Es handelt sich hierbei um eine ganz besondere Art der Fliegenfischerei, die stark von Wind und Wetter abhängig ist. Entweder man liebt es oder eben nicht - ganz wie Irland selbst. Viele Angeltouristen sind schon enttäuscht nach Hause gefahren und haben nichts Gutes zu berichten gehabt. Das liegt aber oft an der falschen Einstellung zu dieser Fischerei und einer überzogenen Erwartungshaltung aufgrund vielversprechender Werbung. Fakt ist, dass die Forellen durch den starken Fischereidruck heikel geworden sind. Sie zu überlisten bedarf es schon einiger Ausdauer und Geschicklichkeit. Oder einfach eines Ghillies der sich eben damit auskennt. Ich selbst fische nunmehr 25 Jahre am Lough Conn, weiß also wovon ich rede.
Wer aber diese Herausforderung annimmt, hat gute Chancen auf eine kapitale Brown Trout um die 5-6 Pfund herum!
Wenn einmal ein Salmon (Lachs) oder Grilse (Junglachs) die Fliege nimmt, dann ist das nichts Außergewöhnliches. Und wenn man jetzt noch bedenkt, dass das Angeln auf den irischen Seen gebührenfrei ist, dann braucht man sich wegen einer eventuellen Beißflaute gar nicht so sehr zu ärgern. Ich persönlich lasse mich dann einfach treiben oder fotografiere, eben "alles zu seiner Zeit".

Oder man lässt einfach seine Seele vor Anker gehen und genießt die Schönheit der grünen Insel.
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